Volles Haus beim Bläserklassen-Infoabend am 27.2.2026

Beim Bläserklassen-Infoabend am Freitag, 27.02.2026 kamen rund 30 interessierte Gäste aus dem gesamten Allgäu in den Räumen bei Musik Reitemann in Kempten-Lenzfried zusammen, um sich über Konzeption, Organisation und Umsetzung von Bläserklassen zu informieren. Unter den Teilnehmenden befanden sich Vereinsverantwortliche zahlreicher Musikvereine sowie Lehrkräfte verschiedenster Schulen. Das große Interesse zeigte sich nicht nur in zahlreichen Fragen, sondern auch im intensiven fachlichen Austausch während des gesamten Abends. Zentrale Programmpunkte waren die praxisnahen Berichte aus bestehenden Bläserklassen.

So gaben Elena Geist und Ida Finkenzeller Einblicke in ihre Bläserklassen in Weitnau und Buchenberg, die dort fest im Schulunterricht verankert sind und auf Initiative der Schulen betrieben werden.
Neben den ersten zwei verpflichtenden Jahren existiert bereits eine weiterführende Bläserklasse für die Jahrgangsstufen 7 bis 9, die in diesem Jahr erstmals an den Wertungsspielen in Betzigau teilnehmen möchte. Besonders anschaulich wurde dargestellt, wie wichtig neben dem musikalischen Unterricht auch das Auftreten nach außen ist. Regelmäßige Auftritte bei Schulfesten, Schulgottesdiensten oder Dorffesten fördern nicht nur die Sichtbarkeit der Bläserklasse, sondern stärken auch Motivation, Selbstbewusstsein und Gemeinschaft der Kinder.
Ergänzt wurden die Berichte durch Stimmen aus den Bläserklassen selbst. Aussagen wie
„Bläserklasse bedeutet für mich eine stärkere Klassengemeinschaft“, „Leidenschaft“ oder
„zusammen Musik machen“ verdeutlichten eindrucksvoll den pädagogischen und sozialen Mehrwert.

Ramona Steidele stellte die Bläserklasse Rottachsee vor und hob den Erfolgsfaktor des Zusammenspiels von Musikverein, Schule und Gemeinde hervor. Anhand dieses Modells wurde deutlich, wie wichtig verlässliche Partnerschaften und eine gemeinsame Zielsetzung für eine nachhaltige Bläserklassenarbeit sind.

Ergänzend informierten wir von Musik Reitemann über unsere Mietinstrumente für Bläserklassen, die im Rahmen spezieller Bläserklassenverträge zu besonders attraktiven Konditionen angeboten werden. Dabei handelt es sich um kindgerechte Schülerinstrumente, die sich ideal für den Einstieg eignen und sowohl organisatorische als auch finanzielle Hürden reduzieren können. Darüber hinaus hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, in einschlägiger Literatur für Bläserklassen zu stöbern und sich individuell beraten zu lassen.

Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich ein intensiver Austausch zwischen Referentinnen, Teilnehmenden und untereinander. Dabei wurde deutlich, dass die Einrichtung und Etablierung einer Bläserklasse, insbesondere in der Anfangsphase, ein anspruchsvolles und vielschichtiges Projekt ist. An vielen Stellen braucht es dabei Kreativität – etwa bei: der Finanzierung, der Gewinnung geeigneter Lehrkräfte, sowie bei der gestalterischen und organisatorischen Konzeption der Bläserklasse.

Gleichzeitig zeigte sich aber auch klar: Ist eine Bläserklasse gut strukturiert und etabliert, entfaltet sie einen großen Mehrwert – für Schulen, Musikvereine und insbesondere für die musikalische und persönliche Entwicklung der Kinder.

Ein zentrales Fazit des Abends war der hohe Stellenwert der Kooperation mit der Schule. Kann die Bläserklasse fest im Schulalltag verankert werden, entsteht ein nachhaltiges musisches Angebot. Als besonders erfolgreich wurde das Zusammenwirken von Schule, Musikverein und Stadt bzw. Gemeinde beschrieben, da Organisation, Finanzierung und lokale Einbindung gemeinsam getragen werden können.

Auch die größten Herausforderungen wurden offen benannt: Neben den personellen Ressourcen stellt vor allem die Finanzierung von Bläserklassen viele Projekte vor Aufgaben. Als hilfreicher Hinweis wurde genannt, dass es hierfür verschiedene Förderprogramme und Fördertöpfe gibt, etwa „Klasse im Puls“ (www.klasse-im-puls.de), die bei der Umsetzung unterstützen können.

Der Bläserklassen-Infoabend war insgesamt ein sehr erfolgreicher Abend, der fundierte Einblicke in bestehende Projekte bot, konkrete Hilfestellungen aufzeigte und gleichzeitig Mut machte, neue Bläserklassen zu starten oder bestehende weiterzuentwickeln. Der lebendige Austausch, die praxisnahen Erfahrungsberichte und das große Interesse unterstrichen eindrucksvoll die Bedeutung und das Potenzial der Bläserklassenarbeit.

Wir sagen vielen Dank an alle die da waren und sind gespannt, welche Früchte der Abend trägt 🙂